Industrie Workshop – CNClive4you

Das Thema „Drehen mit mehreren Werkzeugträgern“ stand im Fokus des Workshops „CNClive4you“, den die Firma Siemens gemeinsam mit dem Werkzeughersteller Ingersoll am 18. Mai 2017 in der Lernfabrik Berlin durchführte. Enrico Ehrhardt (Siemens AG) stellte die Bedien-, Programmier- und Simulationsfunktionen der SINUMERIK-Steuerung bei der Mehrkanalbearbeitung vor.
Ein breites Spektrum an Dreh- und Stechwerkzeugen präsentierte Jörg-Andreas Wieprich  aus dem Hause Ingersoll Werkzeuge GmbH. Er erläuterte die speziellen Einsatzmöglichkeiten der einzelnen Werkzeuge mit ihren spezifischen Eigenschaften.
Jörg Puzicha von der Lernfabrik Berlin führte das Drehen mit mehreren Werkzeugen live auf unserer DMG Mori ecoTurn 310 Drehmaschine vor.

Mit Bier und Imbiss sowie Zeit für Fragen und Erfahrungsaustausch klang der Abend gemütlich aus.

 

Fotos: briti bay

Insekteninvasion in der Lernfabrik Berlin

Am 18.Mai 2017 waren die Schüler und Schülerinnen der Klasse 6c der Schule in der Köllnischen Heide zu Gast in der Lernfabrik Berlin. Sie kamen, um in einem Praxisworkshop eigenhändig einen solarbetriebenen Käfer zu bauen. Zunächst machten sie sich in unserem hauseigenen Käferlabor mit unseren Stars Karl, Rocky und Thekla vertraut. Karl, der Käfer, und Rocky, die Schabe, sind sonnenbetriebene Krabbeltiere, während Thekla, die schwarze Spinne mit den leuchtend roten Augen, ihre Energie aus einer Batterie bezieht. Diese Erkenntnisse gewannen die Schüler/innen mittels Beobachtung der sich fortbewegenden Insekten.

(Dieses Video über Karl, Rocky und Thekla drehte eine Gruppe von Schüler/innen.)

Dabei lernten sie verschiedene Energiequellen, elektrische Antriebe und elektronische Bauelemente sowie einfache Schaltpläne kennen.

Wie aus Sonnenlicht Strom entsteht, stellten die Kinder in einem Bewegungsspiel nach. Auf dem Hallenboden waren dafür die einzelnen Abschnitte einer Solarzelle gekennzeichnet. Ein Teil der Kinder lief als Photonen auf die Schüler/innen zu, welche als Elektronen fungierten und dadurch in Bewegung gerieten. Alle Teilnehmenden bewegten sich im Raum, drehten sich oder rannten. So wurde Physik mit Spaß und Aktion verbunden.

Beim anschließenden Käferbau fertigten die Jungen und Mädchen selbstständig nach bebilderter Anleitung ihren eigenen solarbetriebenen Käfer. Stationen dabei waren die Funktionsprüfung der Solarzelle, das Anlöten des Motors an die Zelle, ein Crashkurs im 3D-Druck und der nachfolgende Zusammenbau aller Einzelteile.

Zum Ende unseres Workshops wurden alle Käfer in die Sonne gesetzt und konnten in einem Wettrennen ihre volle Funktionstüchtigkeit unter Beweis stellen.

 

Fotos: briti bay

 

Besuch des thailändischen Botschafters

Am 17. Mai 2017 empfingen wir in der Lernfabrik Berlin den Botschafter der Königlich Thailändischen Botschaft Dr. Dhiravat Bhumichitr. Ihn begleiteten Vertreterinnen der Digital Economy Promotion Agency (DEPA) Strategies Working Group aus Thailand. Die Delegation interessierte sich für die Arbeit des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Berlin. Speziell informierten sich die Gäste über die die Nutzung von digitalen Technologien in kleinen und mittelständischen Unternehmen und über die Förderung der Digitalisierung im deutschen Mittelstand.
Auf großes Interesse stießen außerdem die Weiterbildungsangebote der Lernfabrik  NEUE TECHNOLOGIEN  Berlin und unsere Erfahrungen im Bildungsexport nach Asien.

Im anschließenden Rundgang durch das Demonstrationszentrum erlebten die Gäste konkrete Anwendungen moderner Technologien. Die Delegation ließ sich den Einsatz von 3D-Drucker, Faro-Messarm und Werkzeugmanagementsystem im Wertschöpfungsprozess zeigen. Gemeinsam diskutierten wir Fragen der Vernetzung von Maschinen und Systemen sowie Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung und zukünftige Entwicklungen.

 

Fotos: briti bay

Betriebserkundungen der Grünauer Schule in der Lernfabrik Berlin

Anfang Mai waren an der Grünauer Schule die Tage der Betriebserkundungen. Aus diesem Grund besuchten Schüler und Schülerinnen der 8. Klassen am 09. und 11.Mai 2017 unser Unternehmen. Sie wollten die Berufe Produktionstechnologe/in, technische/r Produktdesigner/in und Konstruktionsmechaniker/in kennenlernen.

Seitens der Schule waren die Tage gut vorbereitet. Die Jugendlichen sollten sich mithilfe einer Reihe von Fragen sowohl mit dem Unternehmen als auch mit sich selbst und den eigenen Stärken auseinandersetzen.

Für die Erkundung bekamen sie den imaginären Kundenauftrag, einen Teil eines Werkstückanschlags herzustellen. Dazu mussten sie das Bauteil zunächst mit Bleistift auf Papier skizzieren. Die meisten entwarfen sofort eine 3D-Darstellung, aber einige zeichneten den Körper auch in seinen verschiedenen Ansichten.

Anschließend lernten die Teilnehmenden zwei CAD-Programme kennen, eines auf dem Tablet, das andere am PC. So erhielten sie unterschiedliche Einblicke in die Welt des Konstruierens. Ihr Werkstück verfolgten sie auf seinem Weg durch die Prototypen-Erstellung am 3D-Drucker, über die Materialauswahl, das Zuschneiden an der Säge, die Werkzeugauswahl bis zur Fertigung auf dem CNC-Fräszentrum. Selbst Hand angelegt wurde dann wieder in der Qualitätskontrolle, wo aus verschiedenen Messmitteln das richtige ausgewählt werden musste und Zeichnung und Werkstück miteinander verglichen wurden.

Zum Abschluss lernten die Achtklässler/innen noch die Anforderungen an die Ausbildungsberufe kennen, die später in der Fabrik angeboten werden sollen.

 

Fotos: briti bay

 

 

 

 

 

Wirtschaftsforum: Die digitalisierte Arbeitswelt

Die gemeinsame Veranstaltung des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Berlin und der Wirtschaftsförderung Treptow-Köpenick am 26.4.2017 zog viele Besucher/innen in die Lernfabrik Berlin. Der Bezirksbürgermeister Oliver Igel eröffnete den Abend mit dem Thema „Die digitalisierte Arbeitswelt“.

Stefan Frerichs von der Wirtschaftsförderung Potsdam zählte in seinem Vortrag zehn Stolpersteine auf dem Weg der Digitalisierung auf, welche für kleine und mittlere Unternehmen hinderlich sein können.
Olaf Binek von der Lernfabrik Berlin stellte unser Unternehmen als Demonstrationsfabrik des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums vor. Er erläuterte den Rundgang, den Besucher/innen im Demonstrationszentrum entlang des digitaliserten Arbeitsprozesses gehen können.
Als Best-Practice-Beispiel stellte der Geschäftsführer der Polyprint GmbH sein Digitalisierungsprojekt der vergangenen Jahre vor. Er stellte fest, dass solche komplexen Prozesse länger dauern als zuvor geplant.

Mehr über die gesame Veranstltung finden Sie hier. Dort finden Sie auch die Präsentationen der Referenten.

Fotos: briti bay

Kreiselworkshop in der Lernfabrik Berlin am Girls’Day

Kreiselworkshop in der Lernfabrik Berlin am Girls’Day

Zum diesjährigen Girls‘Day begrüßten wir 18 Mädchen der Klassenstufen 6 bis 8 vom Emmy-Noether-Gymnasium und der Schule an der Dahme.

An diesem Tag waren die Kreisel unser Thema. Wir begannen mit einfachen, in der Natur vorkommenden Kreiseln. Dazu wurden Eicheln auf ihre Rotationsfähigkeiten hin untersucht. Da auch die Osterzeit noch nicht lange her war, versetzten die Mädchen bunte, gekochte Eier in Rotation. Sie staunten nicht schlecht, als sich die drehenden Eier aufrichteten.

Im weiteren Verlauf wurden verschiedene Kreisel aus Kunststoff und Holz ausprobiert. Favorit war dabei der Umkehrkreisel, eine hohle Halbkugel mit Stiel, die bei ausreichend schneller Drehung zur Seite kippt, sich auf dem Stiel wieder aufrichtet und auf diesem weiter dreht.

Aufgabe für die Mädchen war es, eigenhändig Kreisel zu bauen. Zunächst fertigten sie Kreisel aus einfachen Materialien wie Pappe und Zahnstocher, aber auch aus Büroklammern. Da für komplexere Kreisel jedoch andere Materialien vonnöten sind, wurden die nächsten Exemplare mit dem 3D-Drucker erstellt. Dazu lernten die Mädchen, einen Kreisel auf dem Tablet in 3D zu konstruieren. Sie erhielten eine kleine Einführung in die Druckersoftware unseres 3D-Druckers, der daraufhin gestartet wurde und im 3D-Druck weitere Kreisel produzierte.

Höhepunkt des Workshops war die Produktion eines Aluminiumkreisels auf der CNC-Drehmaschine. Unser Ausbilder zeigte live den Produktionsvorgang. Er hatte zuvor für alle Mädchen jeweils einen Kreisel vorproduziert.

Und so beschlossen wir unseren Workshop mit einem Kreiselwettbewerb. Welcher der Kreisel dreht sich am längsten und am stabilsten? Nicht ganz unerwartet waren es die Aluminiumkreisel, die allen anderen den Rang abliefen. Und während sich gute Büroklammerkreisel bis zu 9 Sekunden in der Drehung befanden, war einer der Aluminiumkreisel mit 3 Minuten und 25 Sekunden unangefochtener Spitzenreiter.

Fotos: briti bay

Bundesministerin Frau Prof. Dr. Wanka besuchte das IBBF-Projekt „Quali4Pro“

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung Frau Prof. Dr. Wanka machte am 20. April 2017 im Rahmen ihrer Frühjahrsreise „Zukunft der Jugend – Berufliche Bildung 2017“ Station beim Ausbildungsverbund Teltow e.V. Der Ministerin wurden hier erste Ergebnisse des Verbundprojekts „Professionalisierung und Qualifizierung des Weiterbildungspersonals im Cluster Energietechnik (Quali4Pro)“ vorgestellt. In einer Diskussionsrunde diskutierte Prof. Dr. Wanka die neuen Anforderungen an die Weiterbildung mit Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Bildung. Als besonders effektiv wurden digital unterstützte, arbeitsplatzbezogene Weiterbildungen diskutiert. Zukunftsichernd beschreibt die Ministerin diese beruflichen Zusatzqualifizierungen.

Im Verbundprojekt „Quali4Pro“ werden seit November 2015 unter Federführung des IBBF mit den Partnern AVT e.V., der Lernfabrik Neue Technologien gGmbH, der k.o.s GmbH und Prof. Dr. Peter Dehnbostel Grundlagen und Programme für eine moderne Weiterbildung und für die Förderung betrieblichen Lernens von Beschäftigten des Wirtschaftsclusters Energietechnik entwickelt und erprobt.

 

Quali4Pro Projekt

Foto: Alexander Rentsch

Präsentieren Sie Ihr Unternehmen als Ausbildungsbetrieb

Die Lernfabrik NEUE TECHNOLOGIEN Berlin gGmbH organisiert gemeinsam mit dem Aus- und Weiterbildungsnetzwerk Hochtechnologie am Ferdinand-Braun-Institut die vom FORUM Adlershof e.V. initiierte Veranstaltung „Ausbildungsallianz Adlershof. Unternehmen des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorts Adlershof bewerben sich bei potenziellen Auszubildenden im MINT-Bereich“.

Am 04.Juli 2017 können sich Unternehmen im Rahmen einer Betriebsbesichtigung den Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 9-13 vorstellen oder sich auf der parallel stattfindenden Ausbildungsmesse präsentieren.

Mit dieser Veranstaltung unterstützen wir die in Adlershof ansässigen Unternehmen bei der Suche nach zukünftigen Fachkräften. Das Angebot gilt auch für Unternehmen, die bisher nicht ausbilden, aber 2017 oder 2018 in die Ausbildung einsteigen möchten.

Bitte melden Sie sich bis zum 21.4.2017 verbindlich an!

Unsere Ansprechpartnerin:

Petra Israel
Projekt Ausbildungsallianz Berlin-Südost
Tel.: 030 6392-9725
petra.israel@lernfabrik-berlin.de

 

  Infoblatt für Unternhemen

Die Broschüre zum Projekt „Stark und selbstbewusst durch MINT!“ ist erschienen

Das im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mehr Mut zum Ich“ vom Deutschen Kinderhilfswerk unterstützte Projekt „Stark und selbstbewusst durch MINT!“ hat großen Anklang gefunden. Die jetzt dazu vorliegende Broschüre gibt einen guten Überblick über die Aktivitäten und eine Zusammenfassung. Die Erlebnisse der Mädchen, welche im Rahmen des Projekts verschiedene Betriebe und Werkstätten besucht hatten, werden darin eindrucksvoll geschildert. Zusätzlich gibt es eine Vorstellung aller besuchten Unternehmen.

Hier die  Broschüre zum Download:       Stark & selbstbewusst durch MINT!

In gedruckter Form liegt sie in der Lernfabrik Berlin und bei der Gleichstellungsbeauftragten des Bezirksamtes Treptow-Köpenick aus. Bei Interesse können wir Ihnen auch Exemplare zusenden. Bitte wenden Sie sich dazu an petra.israel@lernfabrik-berlin.de

Das Thema Berufsorientierung im Allgemeinen und die Notwendigkeit, Mädchen mit Naturwissenschaft und Technik vertraut zu machen, im Besonderen sind uns weiterhin wichtige Anliegen. Im Rahmen des von der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales geförderten Projekts „Lernfabrik und Partner als außerschulische Lernorte (LFLO)“ gibt es auch im Jahr 2017 ein spezielles Angebot für Mädchen in der Erlebniswelt MINT, das vom Deutschen Kinderhilfswerk unterstützt wird.

Am 21. März findet dazu die Auftaktveranstaltung in der Lernfabrik Berlin statt.

Anwendertreffen mit Mazak, SolidCAM und Ingersoll

Anwendertreffen mit Mazak, SolidCAM und Ingersoll

Am 27. Januar luden die Firmen Mazak, SolidCAM und Ingersoll in die Lernfabrik NEUE TECHNOLOGIEN Berlin ein, um dem Fachpublikum aus dem Zerspanungsbereich spezielle Techniken und neueste Technologien vorzustellen. Nach der Begrüßung durch Dr. Evelyn Schmidt teilten sich die Gäste in zwei Gruppen auf.

Für die eine Gruppe gab es einen Vortrag über das CAM-Modul iMachining von SolidCAM. Unter Einsatz von iMachining verkürze sich die Bearbeitungszeit eines Werkstücks um 70 Prozent. Mario Bujack, CAD/CAM Anwendungstechniker bei SolidCAM, präsentierte, wie benuzterfreundlich die Software ist und stellte deren Vorteile heraus: Durch das ausgeklügelte System der sich an die Bearbeitungsgeometrie anpassenden Spiralbahnen des Werkzeugs lassen sich kürzeste Fertigungszeiten erreichen. Das konnten die Besucher/innen im Anschluss direkt beobachten, als an der Mazak VTC 800 /30 SR das innovative Trochoidalfräsen und Tauchfräsen live unter Span durchgeführt wurde. Wir hatten dazu eine Kamera im Inneren der Fräsmaschine angebracht. Deren Videos wurden direkt auf eine Leinwand projiziert. Zum Einsatz kamen bei der Fertigung Werkzeuge der Firma Ingersoll, welche speziell für das Tauchfräsen konstruiert sind.

Jörg Zimmermann, Anwendungstechniker bei Mazak, stellte die neue Steuerung SMOOTH auf einem Simulator vor. Diese Steuerung besitzt ein Touchdisplay und sei dadurch intuitiver in der Anwendung. Sie sei somit ähnlich wie ein Smartphone bedienbar. Die neue Mazak-Steuerung hat eine 3D-Unterstützungsfunktion und ermöglicht direktes Importieren von 3D-CAD-Daten in die CNC-Steuerung. Interessierte konnten am Simulator direkt probieren, wie sich die neue Nutzeroberfläche händeln lässt.

Neben den Vorführungen blieb auch genügend Zeit, sich untereinander auszutauschen. Die Gäste nutzten diese Möglichkeit, Erfahrungen aus anderen Betrieben zu hören, konkrete Fragen miteinander zu besprechen oder die Experten um Rat zu bitten. Am Ende gingen viele Besucher/innen um Kenntnisse reicher ins Wochenende.

Fotos: briti bay

Großes internationales Interesse an der Lernfabrik Berlin

In den letzten Monaten waren zahlreiche Delegationen aus China und Japan in der Lernfabrik NEUE TECHNOLOGIEN Berlin zu Gast.

Chinesische Besucher/innen aus Xiamen (27. Oktober), Nanjing (1.11.), Zhejiang (28. 10. und 1.12.) sowie die Berufsschulleiter/innen aus Shandong (7.12.) interessierten sich insbesondere für die Themen Duale Ausbildung und Vorbereitung der Fachkräfte auf Industrie 4.0. Die besonderen Herausforderungen für die Aus- und Weiterbildung, welche durch den technologischen, aber auch gesellschaftlichen Wandel im Zuge der Digitalisierung zur Industrie 4.0 hin entstehen, standen ebenfalls im Mittelpunkt der Diskussion, die wir mit der Delegation aus dem japanischen Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (5.12.) führten. Das Konzept der Lernfabrik, nachdem die Aus- und Weiterbildung anhand realer Produktionsaufträge  an den modernen Steuerungssystemen und digitalisierten Prozessen erfolgt, weckte die Neugier der Gäste und fungierte als ideengebendes Beispiel für deren Ausbildungsinstitutionen.

Das zweite Thema, für das sich Besuchergruppen interessierten, war die Förderung von kleinen und mittlereren Unternehmen (KMU) bei der Digitalisierung und zur Anpassung an die Industrie 4.0-Technologien. Sowohl die Delegationen vom Referat für High Tech Industrie der Nationalen Reform- und Entwicklungskommission der VR China (18.11.), vom Planungsreferat der Shanghaier Kommission für Wirtschaft und Informatisierung (21.11.) als auch von der Small and Medium Enterprise Agency (SMEA) des japanischen Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie (3.11.) ließen sich die Aufgaben des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Berlin erklären, für das die Lernfabrik als Demonstrationsort fungiert.

Dabei boten die Führungen durch die Maschinenhalle der Lernfabrik Berlin den Besucher/innen einen anschaulichen Einblick in Digitalisierungstechnologien entlang der Wertschöpfungskette unseres Produktionsprozesses. Deren einzelne Stationen wie Werkzeugmanagement und Werkzeugvoreinstellung, CAD-Konstruktion und CNC-Fräs- und Drehmaschinen stießen auf großes Interesse, verdeutlichten sie doch, dass der Weg zu Industrie 4.0 schrittweise gegangen werden kann und nicht als Komplettlösung umgesetzt werden muss. Diese Problematik ist für kleine und mittlere Unternehmen bedeutend, um auf dem Markt Schritt halten zu können. Zum Modell des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Berlin als Förderprojekt des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) stellten die ausländischen Gäste viele Fragen. Dass die Bundesregierung mittels solcher Projekte die deutschen KMU bei Modernisierungsvorhaben unterstützt und somit zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der mittelständischen Wirtschaft beiträgt, fand bei unseren Besucher/innen große Beachtung. Aus den Diskussionen mit uns nahmen sie Anregungen für ihre Arbeit in ihren Heimatländern mit.

Fotos: briti bay

 

Veranstaltung des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Berlin: „Industrie 4.0 – Vision oder Wirklichkeit“

Am 7. Dezember lud das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Berlin in die Lernfabrik Berlin ein, um über das Thema Industrie 4.0 zu informieren bzw. zu diskutieren. Alexandra Horn (Bundesverband Mittelständische Wirtschaft) als Projektleiterin und Andreas Beil, Geschäftsführer der Lernfabrik Berlin, begrüßten die zahlreich erschienenen Gäste.

Philipp Fraas, Geschäftsführer F&M Werkzeug- und Maschinenbau (GmbH), ging auf den Begriff Industrie 4.0 ein und erläuterte die Unterschiede zu den Automatisierungsprozessen in Betrieben seit den 1970er Jahren. Er sah die Digitalisierungsanforderungen an KMU eher kritisch und kam zu dem Schluss, dass Digitalisierung wenn, dann umfassend geschehen müsse und dass das meiste, was als 4.0 verkauft werde, kaum Mehrwert bringe, sondern meist nur Datensammlung sei.

Jackson Bond, Mitgründer der Firma Relayr, sah hingegen in der Datensammlung ein großes Potenzial. Anhand von Beispielen verdeutlichte er, wie durch Sensoren erhobene Daten dazu genutzt werden können, Fehlerquellen und Ausfallraten von Geräten zu minimieren.

Die Gäste konnten im Anschluss in einer Führung mit Elias Richter die Lernfabrik erkunden und lernten die einzelnen Stationen der Wertschöpfungskette kennen.  Michael Engelhardt von der Firma Faro präsentierte einen 3D-Laserscanner, der die Messdaten in CAD/CAM-Werte umwandelt.

Mehr Informationen erhalten sie hier.

 

Fotos: briti bay

Abschlussveranstaltung „Stark & selbstbewusst durch MINT“

Nach einem überaus spannenden und ereignisreichen Jahr beendeten wir am 29. November 2016 das vom Deutschen Kinderhilfswerk geförderte Projekt „Stark & selbstbewusst durch MINT“. Wie schon beim Kick-Off waren wir wieder im Köpenicker Rathaus zu Gast. Die Abschlussveranstaltung wurde mit der Verleihung des Mädchenpreises Treptow-Köpenick 2016 gekoppelt.

Die Mädchen unseres Projekts berichteten den anwesenden Gästen von ihren Erlebnissen in den besuchten Unternehmen und Vereinen. Für jedes Ereignis hatten sie eine eigenständige Präsentation vorbereitet. Mittels Wandzeitungen und PowerPoint-Folien zeigten sie anschaulich, was sie bei den Terminen vor Ort gesehen, gebaut und gelernt hatten. Die Schülerinnen erklärten, welche Themen sie besonders spannend gefunden hatten und welche Punkte verbesserungswürdig seien.

Beim Überreichen der Teilnahmeurkunden gaben wir jedem Mädchen ein kleines Feedback über seine im Projekt gezeigten und weiter entwickelten Stärken. Dabei erhielt jedes Mädchen einen eigenen Titel wie z.B. „Fearless Girl“.

Die „Girls“ bedankten sich bei den anwesenden Unternehmensvertreter/innen, bei denen sie während des Projekts zu Besuch waren. Dafür hatten die Mädchen eigene Medaillen entworfen und mittels 3D-Druck produziert.

Michael Kruse vom Deutschen Kinderhilfswerk zog eine positive Bilanz des Projekts. Damit könnten die Schülerinnen ihre Stärken entdecken und sich selbstbewusst entwickeln.

Stärke bewiesen die Jugendlichen der Artistenschule Contraire. Mit Darbietungen am Luftring und beim Rope Skipping, einer Art Seilspringen, brachten sie das Publikum im Saal zum Staunen. Der Bezirksbürgermeister Oliver Igel wies darauf hin: „Es sind Mädchen, die diese waghalsigen Übungen vorführen.“ Damit schloss er den Bogen zur Verleihung des diesjährigen Mädchenpreises Treptow-Köpenick. Bereits im zehnten Jahr ehrt der Bezirk mit diesem Preis Mädchen und junge Frauen für ihr besonderes Engagement im sportlichen, kulturellen oder sozialen Bereich. Wir freuen uns, dass Leonie Fritz, eine engagierte Teilnehmerin unseres MINT-Projekts, den Anerkennungspreis erhielt.